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Der
Fanfarenzug wurde im Januar 1972 als Sparte des Hauptvereins
Musikverein-Stadtkapelle Markgröningen gegründet, der bis heute die
heraldische Musik pflegt. Doch
schon vorher pflegte eine kleine Gruppe die Fanfarenmusik in den Reihen des
Spielmannszug. Bereits nach kurzer Zeit mussten die meisten den Dienst bei
der Bundeswehr antreten und es war nicht möglich, die engagierte Gruppe
aufrechtzuerhalten. Die Begeisterung für der Art Musik wurde aber bei
weiteren Mitgliedern geweckt, und so fand sich ein kleiner Kreis, an der
Spitze Hermann Entenmann, zur Gründung des Fanfarenzug Markgröningen
zusammen.
Anfangs trug man noch die Tracht des
Spielmannszuges, doch wollte man außen doch als neue Gruppe auftreten. Daher
wurde für den Fanfarenzug eine Landsknechts-Uniform angeschafft, die besser
zur heraldischen Musik passt. Das Ergebnis sind die Uniformen, in denen der
Fanfarenzug noch heute zu bewundern ist. Dank der finanziellen Unterstützung
der Stadt konnte der Traum noch in einem Jahr bewundert werden.
Dann gab der Fanfarenzug mit inzwischen 33
Spielleuten sein erstes Konzert auf dem Marktplatz und stellten sich mit der
neuen Uniformen der Bevölkerung vor. Der Auftritt sorgte Wochenlang für
Gesprächsstoff.
Auch
außerhalb der Stadt wollte man ins Gespräch kommen, und so stellte man sich
bereits 1973 der Konkurrenz aus dem Ländle im Rahmen der
baden-württembergischen Meisterschaften. Gleich wurde man Landesmeister und
qualifizierte sich zudem für die im folgenden Jahr stattfindende
Deutsche Meisterschaft. Auch von dieser Veranstaltung kehrte der Fanfarenzug
siegreich mit dem Titel Deutscher Meister zurück. (s.
Erfolge). So begann eine
Erfolgsserie.
Nach 10 Jahren erreichte der Fanfarenzug die Zahl von 53 Spieler und man musste
einen Aufnahmestopp beschließen. Jeder brauchte ein eigenes Instrument, vor
allem schlugen die Uniformen finanziell zu buche. Nach
solchen beeindruckenden Erfolgen wurde man auch anderswo auf den Fanfarenzug
aufmerksam. So wurden die Musiker gebeten, beim Besuch des spanischen Königs
Juan Carlos und seiner Frau Sophie in Stuttgart aufzutreten. Der König
bedankte sich und gab jedem Spieler entgegen dem Protokoll die Hand.
Nochmals konnte man sein Können unter Beweis stellen als seinerzeit das
chinesische Staatsoberhaupt Hua Guo Feng zu Gast war. Dieser war dann auch
sichtlich von majestätischen Klängen beeindruckt.
Schließlich lud die Stadt Tübingen zu ihrer 1200 Jahr-Feier ein. Ein ganz
besonderer Gast war Zuhörer, als der Fanfarenzug Teile seines Repertoires
zum besten gab. Kein geringerer als der damalige Bundespräsident Walter
Scheel war in die Neckarstadt gereist.Auch
bei den Antrittsempfang der aus Markgröningen stammenden
Bundesratsministerin Annemarie Griesinger 1984 in Bonn wurde der Fanfarenzug
gerufen. So reihten sich im laufe der Zeit Höhepunkte aneinander.
Wie
in jedem Verein gibt es Höhen und Tiefen und so brachen auch mal ruhige
Zeiten an. Bedingt durch viele Wechsel der Musiker war der Fanfarenzug zu
gebremster Aktivität gezwungen. Doch nach einiger Zeit hatte man wieder
einen festen Stamm von aktiven Spielleuten aufgebaut und man nahm wieder
erfolgreich an Meisterschaften teil.
Heute
zählt der Zug 44 Fanfarenbläser, Trommler und Fahnenschwinger, wobei
zwischen dem jüngsten und ältestem 47 Jahre liegen. Dieses gute Verhältnis
zwischen jüngeren und älteren Spielleuten war schon immer ein prägender
Bestandteil des Fanfarenzuges.
Erfolge zu feiern ist schön, aber das Wichtigste ist die Kameradschaft im
Verein sowie der Spaß an der Musik.
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