Fanfarenzug Markgröningen

Stadt Markgröningen

Markgröningen oder "Gröningen" wie es seine Bewohner noch heute nennen, wurde im Jahr 779 in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Fulda urkundlich erstmals erwähnt. Während seiner wechselvollen Geschichte konnte es sein mittelalterliches Stadtbild mit zahlreichen historischen und kunstgeschichtlich bedeutsamen Bauten weithin erhalten. Ein ausgeschilderter Stadtrundgang führt den Besucher durch diese Musterstadt alemannischen Fachwerks.

Um 1243 wurde die Siedlung zur Stadt erhoben. Sie war Reichslehen und mit der Reichssturmfahne verbunden. 1336 erwarb das Haus Württemberg die Stadt und machte sie zum Mittelpunkt eines Amtes, später Oberamtes. 1807 verlor die Stadt ihre zentralen Aufgaben an die 1718 zur Stadt erhobene und rasch aufstrebende Residenz Ludwigsburg.

Von wesentlicher Bedeutung für Markgröningen war die 1297 geweihte Niederlassung des Heilig-Geist-Ordens. Das imposante Pfründhaus, die Kirche und der Spitalfruchtkasten beherrschen noch heute das Stadtbild im Süden.

Seine große Blütezeit erlebte Markgröningen in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Zahlreiche das heutige Stadtbild prägende Gebäude stammen noch aus dieser Epoche, beispielsweise das 1414 erbaute "Herrenküferei" oder das Gasthaus "Krone" (1428), beide umrahmen das 1441 errichtete Rathaus und verleihen mit diesem dem Marktplatz seine unverwechselbare Gestalt.

Bekannt ist Markgröningen auch durch den Schäferlauf. Ein erster Hinweis auf dieses Fest findet sich in einer Rechnung des Spitals von 1445. Alljährlich am letzten August-Wochenende treffen sich traditionsgemäß Schäfer aus dem Lande in Markgröningen. Auch nach der Abschaffung der Zünfte hat sich dieses Fest in seinem Ablauf im Kern fast unverändert erhalten.

Im Jahr 1973 wurde der im Enztal liegende Ort Unterriexingen, Ersterwähnung 793, in die Stadt eingegliedert. Bis 1806 teilte sich Württemberg die Herrschaft mit dem jeweils ansässigen Ortsadel, danach ging sie ganz auf das Königreich über. Das Schloss aus dem 18. Jahrhundert wurde 1813 unter Einbeziehung des mittelalterlichen Bergfrieds umgebaut. Die Frauenkirche (Ende 14. Jh.) war ursprünglich eine Wallfahrtskirche, südwestlich des Dorfes gelegen.

In Markgröningens historischem Stadtkern mit seinen engen winkligen Gassen und den vielen mittelalterlichen Fachwerkhäusern ist das Rathaus aus dem 15. Jahrhundert (siehe Bild) besonders zu erwähnen. Es zählt zu den schönsten Fachwerkrathäusern im Ländle.

(Quelle: Stadt Markgröningen)



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